Willkommen auf meinem Weblog

Fotografie, Literatur, die deutsche Sprache, die Verbesserung meiner englischen Sprachkenntnisse, Museen und Ausstellungen, Theater, Kochen und Backen sind meine Interessen. Und dazu noch dieses und jenes, je nach Tagesaktualitäten und persönlichen Erlebnissen. Hinzu kommen der Spaß am Verfassen von Texten und die alltäglich gewordene Nutzung der Informationswelt des Internet.
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Samstag, 24. Februar 2007

Dienst am Kunden

Der Stern erscheint vier Wochen mit Hörbuch-CDs. Jede Woche ein Scheibchen von Jan Weilers Maria, ihm schmeckt's nicht, als Zugabe, im aktuellen Heft der dritte Teil. Billiger kann ich zu dem Hörbuch nicht kommen. Geiz ist geil, also bloß keine Ausgabe verpassen.
Deswegen nutzte ich gestern spätabends nach dem Theater noch die Gelegenheit, im U-Bahn-Shop so ein Journal zu kaufen.

Auf dem Kassentresen lagen einige Sterne, gut getarnt unter einem Haufen von Kartoffelchips, Energy-Drinks und Tokio-Hotel-Sammelbildern. Meine Adleraugen sahen das Stern-Logo durchschimmern.

Ich befreite ein Heft aus seinem Versteck und ließ schnell die Blätter durch die Finger rauschen, so wie ein Zauberkünstler sein Kartenspiel, um sicherzugehen, dass auch wirklich eine CD drin ist. Die war für mich das Wichtigste. "Alles klar, die CD ist drin" murmelte ich leise, aber nicht leise genug, dass der Typ hinter dem Ladentisch das nicht gehört hätte.

Ich zeigte ihm den Stern und reichte ihm abgezählte € 2,80. Er nahm aber nicht das Geld, sondern den Stern und blätterte ihn genauso durch wie vorher ich. Wozu das??? Als er die eingeklebte CD gefunden hatte, fing er an, sie rauszufummeln, und sagte zu mir: "Weissu, wennu wills, is null problemo, kann ich cd gleich für dich weckschmaissen." Der wollte mir damit allen Ernstes einen Gefallen tun.
Das konnte ich gerade noch verhindern.

Life is comedy. Das war mal wieder besser als Fernsehen.

Montag, 29. Januar 2007

Jan Weiler - Maria, ihm schmeckt's nicht!

Aufmerksam geworden durch einen TV-Auftritt Jan Weilers habe ich mir gestern sein Buch Maria, ihm schmeckt's nicht! vorgenommen. Ich hatte es mir schon vor geraumer Zeit gekauft, weil ich Gutes darüber gelesen hatte. Lustig und lesenswert soll es sein. Also bin ich in die Buchhandlung marschiert und habe es gekauft, zu Hause darin geblättert und es anschließend auf den Stapel unbedingt bald zu lesender Bücher gelegt. Weil ich viele solcher Bücher habe, landete das Buch später bei einer Aufräumaktion ungelesen im Regal, wo ich es gestern entstaubt und von seinem Schattendasein erlöst habe.

Ich bin in der Mitte des zweiten Kapitels angelangt und habe beim Lesen lange nicht mehr so gelacht. Nicht nur geschmunzelt, sondern laut gelacht. Ob das so bleibt?

Dass Jan Weiler im Interview berichtet hat, sein italienischer Schwiegervater Antonio verübele ihm die Angelegenheit nicht, beruhigt mich. Das hätte auch ganz anders kommen können. Jan Weiler hatte sich insgeheim auch schon darauf eingestellt, dass Herr Antonio Marcipane ihm "den kleinen Finger nach alter italienischer Väter Sitte abschneidet und ihn in einem mit bitterem Mandelduft parfümierten Briefumschlag meinen" (also: seinen) "Eltern schickt, um diese zum Wohle eines landsmannschaftlichen Vereins zu erpressen."

Wenn die Geschichte so amüsant bleibt, werde ich sie bald verschlungen haben.